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LEXIKON

Calgula

Gaius Iulius Caesar, römischer Kaiser 3741 n. Chr., * 31. 8. 12 Antium,  24. 1. 41 Rom; Sohn des Germanicus und der Agrippina der Älteren; wuchs im Feldlager auf, wo er den Spitznamen Caligula („Stiefelchen“) seiner kleinen Soldatenstiefel wegen erhielt. 31 holte ihn Kaiser Tiberius an seinen Hof, nach dessen Tod wurde er zum Caesar ausgerufen. Nach wenigen Monaten vernünftiger Regierung schlug Caligulas Verhalten, vielleicht infolge schwerer Krankheit, in despotische Willkür um; er wurde von Prätorianern ermordet.
Grausamer Kaiser Caligula
Grausamer Kaiser Caligula
Suetonius charakterisiert den gefürchteten Kaiser Caligula:

"Er fing an, sich göttliche Majestät beizulegen. So gab er den Auftrag, ... Götterbilder ... aus Griechenland nach Rom zu bringen, ihnen die Köpfe abzunehmen und dafür seinen eigenen darauf zusetzen ...
Die Grausamkeit seiner Natur äußerte sich vor allem in folgenden Handlungen ... Viele geachtete Männer befahl er zu brandmarken und verurteilte sie dann zur Zwangsarbeit im Bergwerk, zum Straßenbau oder zum Kampf mit wilden Tieren. Er sperrte sie auch selbst wie Raubtiere in Käfige, wo sie sich nur auf allen Vieren fortbewegen konnten, oder ließ sie mitten durchsägen. Und das alles keineswegs immer wegen schwerer Verbrechen, sondern nur, weil sie vielleicht über ein von ihm gegebenes Gladiatorenspiel sich geringschätzig geäußert hätten ..."
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