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LEXIKON

Cäciliansmus

[ts-]
nach der heiligen Cäcilie benannte restaurative Reformbewegung in der katholischen Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts. In Ablehnung der von der Wiener Klassik beeinflussten Kirchenmusik forderten die Vertreter des Cäcilianismus den Rückgriff auf den reinen A-cappella-Stil des 16. Jahrhunderts und besonders auf G. P. Palestrina, dessen geistliche Musik als Modell jeglicher Kirchenmusik angesehen wurde (Messe). Zentrum des Cäcilianismus war in Regensburg um den Komponisten M. Haller (18401915). Der Cäcilianismus hatte als geistige Bewegung auch Einfluss auf die Kunstmusik seiner Zeit (F. Liszt, A. Bruckner) und führte 1868 zur Gründung des Allgemeinen Cäcilien-Vereins (Abkürzung ACV).
Liszt, Franz von
Franz von Liszt
»Franz von Liszt«, Portait
Bruckner, Anton
Anton Bruckner
Anton Bruckner
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