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LEXIKON

Bush

George Walker, US-amerikanischer Politiker (Republikaner), * 6. 7. 1946 New Haven, Conn.; Sohn von George Herbert Walker Bush; nach Studien an der Yale-Universität und der Harvard Business School war Bush seit den 1970er Jahre in der Öl- und Gasindustrie tätig;
später wirkte er als Berater und Redenschreiber für seinen Vater; 1989 kaufte er zusammen mit einigen Partnern das Baseballteam Texas Rangers, für das er auch als Manager arbeitete;
1994 und 1998 gewann er die Gouverneurswahlen von Texas. Bei den Präsidentschaftswahlen 2000 setzte sich Bush nach mehrwöchigen juristischen Auseinandersetzungen über die Stimmenauszählung in Florida gegen A. Gore durch. 2001 wurde Bush als 43. Präsident der USA vereidigt.
Seine erste Amtszeit stand im Zeichen der Anschläge vom 11. 9. 2001, auf die die Regierung Bush mit der Verkündung eines Krieges gegen den Terrorismus reagierte. Die Herrschaft des Talibanregimes in Afghanistan sowie die Diktatur Saddam Husseins im Irak wurden mit militärischen Mitteln beendet.
In diesem Zusammenhang entwarf die Bush-Regierung eine Sicherheitsstrategie, die darauf zielte, mit der wirtschaftlichen und militärischen Macht der USA, Freiheit und Demokratie weltweit zu stärken.
Über den Irak-Krieg kam es zum außenpolitischen Zerwürfnis mit Deutschland und Frankreich. Im Innern setzte die Regierung Bush angesichts der Terrorismus-Bedrohung auf eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze, was zur Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte führte, sowie auf eine Stärkung der Exekutivgewalt.
2004 gewann Bush die Präsidentschaftswahlen gegen den Demokraten J. F. Kerry und erhielt damit das Mandat für eine zweite Amtszeit. In dieser standen die Bemühungen um die Stabilisierung des Irak und Afghanistans im Mittelpunkt der Außenpolitik. Die mit dem Irak-Krieg intendierte Einleitung eines Demokratisierungsprozesses im Nahen bzw. Mittleren Osten sowie eine damit verbundene Lösung des Nahostkonflikts scheiterten. Der Streit um die iranische Atompolitik verschärfte sich. Die Beziehungen der USA zu Russland wurden durch die US-amerikanischen Pläne zur Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Osteuropa sowie den Kaukasus-Konflikt 2008 erheblich verschlechtert. Besonders in der Energie- und Klimapolitik verfolgten die USA unter Bush einen unilateralen Ansatz. Innenpolitisch schlugen Pläne zur Modernisierung der Sozialversicherung und zur Liberalisierung der Einwanderungsgesetze fehl. Im Zusammenhang mit der Zerstörung von New Orleans durch den Hurrikan Katrina 2005 versagte die Regierung Bush bei der Krisenbewältigung. Die US-Wirtschaft blieb in der zweiten Amtszeit von Bush zunächst auf Wachstumskurs, die schwere Finanz- und Immobilienkrise 2007/08 führte hier jedoch zu einer völligen Trendwende. Um das US-amerikanische Finanzsystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren, mussten erhebliche Mittel eingesetzt werden. Damit stieg die Staatsverschuldung dramatisch an. Am 20. 1. 2009 wurde Barack Obama Nachfolger von Bush im Präsidentenamt.
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