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LEXIKON

bulgarische Kunst

Architektur und Plastik

In der altbulgarischen Architektur und Plastik treffen sich byzantinische und persische Einflüsse mit Gestaltungsprinzipien der hellenistischen Kunst. Der sog. Reiter von Madara, ein Felsrelief des Königs Krum aus der Zeit um 800, geht auf sassanidische Einflüsse zurück, während die Kirchenbauten des Mittelalters byzantinischen Vorbildern folgten und als Rundbauten oder dreischiffige gewölbte Basiliken erscheinen. Im 12. und 13. Jahrhundert überwogen die Kreuzkuppel- und die einschiffige, tonnengewölbte Saalkirche.

Malerei

Hauptdenkmäler der altbulgarischen Malerei sind der byzantinischen Stiltraditionen folgende Schmuck des Evangelienbuchs des Zaren Iwan Alexander (London, Britisches Museum) und die Fresken in Bačkowo, Ohrid, Bojana und Zemen. Am ehesten entwickelte sich im Volkskunstschaffen eine nationale Eigenart. In der neueren bulgarischen Kunst gibt es neben einem gemäßigten Realismus auch Tendenzen des Neoexpressionismus, des Fotorealismus und der Neuen Wilden.
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