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LEXIKON

Brynner

[
ˈbrynə
]
Yul, eigentlich Taidje Kahn, US-amerikanischer Filmschauspieler schweizerisch-mongolischer Herkunft, * 11. 7. 1917 Insel Sachalin,  10. 10. 1985 New York; 1951 sehr erfolgreich als König von Siam im Broadway-Musical „Der König und ich“, erhielt 1956 in der Verfilmung des Stückes von W. Lang den Oscar. Seine darin getragene Glatze wurde zum Markenzeichen. Spielte in unterschiedlichen Filmgenres, u. a. in „Anastasia“ 1956; „Die glorreichen Sieben“ 1960; „Westworld“ 1973. Brynner war auch Mitarbeiter der UNESCO.
  • Deutscher Titel: Anastasia
  • Original-Titel: ANASTASIA
  • Land: USA
  • Jahr: 1956
  • Regie: Anatole Litvak
  • Drehbuch: Arthur Laurents, nach einem Bühnenstück von Marcelle Maurette
  • Kamera: Jack Hildyard
  • Schauspieler: Ingrid Bergman, Yul Brynner, Helen Hayes, Ivan Desny
  • Auszeichnungen: Oscar 1957 und Golden Globe 1957 für Hauptdarstellerin (Ingrid Bergman)
Paris in den 20er Jahren: Die junge Anna (Ingrid Bergman) leidet unter Amnesie. Orientierungslos und verzweifelt will sie ihrem Leben ein Ende setzen. Doch in letzter Minute wird sie von Serge und dem ehemaligen General Bounine (Yul Brynner) daran gehindert. Beide Männer erkennen Annas Ähnlichkeit mit der verschollenen Zarentochter Anastasia. Bounine kommt auf die Idee, sich dieser Ähnlichkeit zu bedienen, um an das Vermögen des Zaren heranzukommen: Er baut sie in der Öffentlichkeit als Anastasia, also die rechtmäßige Erbin des Vermögens, auf. Anna, die mehr und mehr davon überzeugt ist, tatsächlich Anastasia zu sein, lässt sich zunächst willenlos von Bounine führen, und sie verliebt sich in ihn. Doch schließlich erkennt sie seine wahren Pläne und wehrt sich, letztlich erfolgreich, gegen sein Intrigenspiel.
Die Geschichte der Anna Anderson sorgte lange Zeit in der Presse für Schlagzeilen, bis sie schließlich für den Film ausgewertet wird.
1956 verfilmt auch der deutsche Regisseur Falk Harnack in »Anastasia, die letzte Zarentochter« ihr Schicksal.
  • Deutscher Titel: Westworld
  • Original-Titel: WESTWORLD
  • Land: USA
  • Jahr: 1973
  • Regie: Michael Crichton
  • Drehbuch: Michael Crichton
  • Kamera: Gene Polito
  • Schauspieler: Yul Brynner, James Brolin, Richard Benjamin, Alan Oppenheimer
»Westworld« ist Michael Crichtons erster Kinofilm. Er zeigt in beklemmender Weise, wie eine von den Menschen zunehmend technisierte Welt aus den Fugen gerät und sich einer direkten Kontrolle nicht mehr unterziehen lässt.
In einem Freizeitpark können sich die Besucher in den Abteilungen Antike, Mittelalter oder Western aktiv am Amüsement beteiligen. Stilgerecht ausgestattet und »bewaffnet« mit Schwert oder Pistole dürfen die Touristen stets erfolgreich gegen menschenähnliche Roboter kämpfen.
Auch Martin (Richard Benjamin) und Blane (James Brolin) verbringen ihren Urlaub hier: Im Saloon »erschießen« sie einen der Roboter (Yul Brynner parodiert sich selbst in seiner Kluft aus »Die Glorreichen Sieben«, 1960). Doch am nächsten Morgen taucht der durch einen technischen Defekt außer Kontrolle geratene Rächer bei seinen »Mördern« auf. Es kommt zum Kampf Mensch gegen Maschine.
Nach dem großen Kassenerfolg dreht Richard T. Heffron 1976 eine Fortsetzung unter dem Titel »Futureworld Das Land von übermorgen«.
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