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LEXIKON

Bosch

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bɔs
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Hieronymus, eigentlich van Aken, niederländischer Maler, * um 1450 Herzogenbusch,  August 1516 Herzogenbusch; schuf religiöse Werke, die in ihrer Weltsicht und Symbolsprache zu den letzten Manifestationen der mittelalterlichen Kunst gehören. Vor allem in den großen Triptychen entfaltet sich vor dem Hintergrund ungeheurer, in der Tradition der Altniederländischen Malerei stehenden Landschaftspanoramen ein vielfiguriges Geschehen, das mit ungehemmter Fantasie fleischliche Versuchungen und Höllenstrafen demonstriert. Dämonische Wesen, in denen sich menschliche, tierische, pflanzliche und mineralische Formen durchdringen, versammeln sich zu apokalyptischen Allegorien. Die für die Zeitgenossen lesbare religiöse Symbolik entzieht sich weitgehend dem ikonografischen Verständnis heutiger Betrachter und wurde dadurch häufig in einem tiefenpsychologischen Sinne fehlinterpretiert. Einflüsse auf die vielfigurigen Kompositionen bei P. Bruegel und die Landschaften von J. Patinir. Hauptwerke: „Garten der Lüste“ (Madrid, Prado); „Kreuztragung“ (Wien, Kunsthistorisches Museum); „Versuchung des hl. Antonius“ (Lissabon, Museu Nacional de Arte Antiga); „Die sieben Todsünden“ (El Escorial); „Das Narrenschiff“ (Paris, Louvre).
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