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LEXIKON

Bordeaux

[bɔrˈdo:]
Hafenstadt in Südwestfrankreich, links an der unteren Garonne (96 km vor der Mündung als Gironde in den Atlantischen Ozean), Hauptstadt der Region Aquitanien und des Départements Gironde, inmitten des reichen Weinbaugebietes Bordelais, 230 000 Einwohner, als Agglomeration 754 000 Einwohner; Universität (gegründet 1441), zahlreiche Hochschulen, Theater, Museen; Erzbischofssitz; historisches Zentrum mit klassizistischen Bauten aus dem 18. Jahrhundert (Weltkulturerbe seit 2007), gotische Kathedrale (12.15. Jahrhundert), ehemalige Stadttore (Porte de Cailhau, 15. Jahrhundert); Messe- und Kongressstadt; moderne Hafenanlagen (Vorhäfen sind Bassens, Pauillac und Le Verdon-sur-Mer an der Ästuarmündung Gironde); Wärmekraftwerk auf der Basis von Erdgas aus Lacq; Auto-, Baustoff-, Luft- und Raumfahrtindustrie, elektronische, chemische und pharmazeutische Industrie, Verlage; Fischerei; Einfuhr von Kohle, Phosphat und Erdöl (Raffinerien am Bec dAmbès und bei Pauillac); Ausfuhr besonders von Wein und Holz; Fluss- und Flughafen, Verkehrsknotenpunkt.
Zur Römerzeit war Bordeaux (Burdigala) eine Handelsstadt mit über 60 000 Einwohnern (Ruine eines Amphitheaters aus dem 3. Jahrhundert). Nach wechselvoller Geschichte wurde Bordeaux 1453 französisch, 1870/71, 1914 und 1940 war Bordeaux vorübergehend Sitz der französischen Regierung.
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