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LEXIKON

Bonaventra

Bonaventura (Theologie)
Bonaventura
eigentlich Johannes Fidanza, Theologe der Hochscholastik, * 1221 Bagnorèggio bei Viterbo,  15. 7. 1274 Lyon; Franziskaner, seit 1257 Ordensgeneral (Vollender der Verfassung und Organisation des Ordens), 1273 Kardinal, Schüler von Alexander von Hales; Höhepunkt der älteren Franziskanerschule, ebenso bedeutend als Scholastiker wie als Mystiker, gefeierter Kanzelredner; verteidigte Platons christlich umgedeutete Ideenlehre gegen Aristoteles, dessen Philosophie er im Übrigen mit der augustinischen Lehre (Illuminationstheorie, Lichtmetaphysik, Lehre von den Keimkräften) zu verknüpfen suchte; theologisches Hauptwerk: „Sentenzenkommentar“, mystisches Hauptwerk: „Itinerarium mentis in Deum“ (Aufstieg der Seele von der Betrachtung der sinnlichen Welt als Spiegel der göttlichen Vollkommenheit bis zur ekstatischen Vereinigung mit Gott). Heiligsprechung 1482 (Fest: 15. 7.), Erhebung zum Kirchenlehrer 1587.
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