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LEXIKON

Bohrer

Schneidwerkzeug zur Herstellung runder Löcher; besteht aus einem zylindrischen oder kegeligen Einspannschaft und der Schneide, die gehärtet und geschliffen ist. Üblicherweise rotiert der Bohrer und dringt dabei in das feststehende Werkstück ein, wobei die eindringenden Schneiden den Werkstoff in Form von Spänen oder Mehl entfernen. Bei Dreh-, Revolverdrehmaschinen und Bohrwerken wird dagegen der feststehende Bohrer in das sich drehende Werkstück eingeführt.
Metallbearbeitung:
überwiegend Spiralbohrer, mit kleinem Spanwinkel für kurzspanende Materialien wie Stahl, Eisen, Messing, Bronze und mit großem Spanwinkel für langspanende Materialien wie Aluminium und Kupfer.
Holzbearbeitung:
neben Spiralbohrer mit und ohne Zentrierspitze, Langlochbohrer zum Fräsen von Langlöchern, Schnecken- bzw. Nagelbohrer zum Vorbohren für Holzschrauben, Zylinderkopfbohrer zum Bohren von Sacklöchern u. a.
Erdarbeiten:
Spitz-, Teller- und Löffelbohrer.
Gesteinsbearbeitung:
Kernbohrer, deren ringförmige Schneide gehärtet oder mit Diamanten oder Hartmetall bestückt ist (sog. Kronenbohrer). Erd- und Gesteinsbohrer sind auf die Bohrstange oder das Gestänge aufgesteckt, aufgeschraubt oder aufgestaucht, also mittelbar mit der Bohrmaschine verbunden. Für das Bohren in Mauerwerk und Beton werden Spiralbohrer mit eingelöteten Hartmetallschneiden (Widia-Bohrer) eingesetzt.
Medizintechnik:
z. B. in der Zahnmedizin wird ein mit Diamantensplittern besetzter Bohrer eingesetzt.
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