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LEXIKON

Bligh

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blai
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William, englischer Seefahrer, * 9. 9. 1753 Tyntan, Cornwall,  7. 12. 1817 London; wurde 1787 auf einer Südseefahrt von Meuterern seines Schiffes „Bounty“ ausgesetzt und erreichte nach abenteuerlicher Bootsfahrt quer durch die Südsee Timor.
  • Deutscher Titel: Meuterei auf der Bounty
  • Original-Titel: MUTINY ON THE BOUNTY
  • Land: USA
  • Jahr: 1935
  • Regie: Frank Lloyd
  • Drehbuch: Talbot Jennings, nach einem Roman von Charles Nordhoff und James N. Hall
  • Kamera: Arthur Edeson
  • Schauspieler: Charles Laughton, Clark Gable, Movita
  • Auszeichnungen: Oscar 1935 für Film
Charles Laughton als tyrannischer Kapitän Bligh und Clark Gable als aufsässiger Erster Offizier Fletcher Christian sind die Stars des Films »Meuterei auf der Bounty«.
Die Geschichte basiert auf historischen Begebenheiten: Am 28. April 1789 verweigerte unweit Tahiti die Besatzung des britischen Schiffes »Bounty« ihren Dienst und setzte den Kapitän und 18 Besatzungsmitglieder in einem Boot aus, mit dem Bligh nach Java gelangte. Die Nachkommen der Meuterer und ihrer tahitianischen Frauen leben noch heute auf der Insel Pitcairn.
Mit einem Budget von 2 Mio. Dollar inszeniert Regisseur Frank Lloyd das Seeabenteuer in einem Wasserbassin in Hollywood und auf der Pazifikinsel Catalina. Der Film steht weit über den üblichen Abenteuerfilmen und ist mit 4,5 Mio. Dollar Einspielergebnis der größte Kassenerfolg seit »Ben Hur« (1926). Sein besonderer Reiz entsteht nicht zuletzt aus der Konfrontation der ungleichen Hauptdarsteller: Charles Laughton, seit dem »Privatleben Heinrich VIII.« (1933) Inbegriff des Despoten, und Clark Gable, seit »Es geschah in einer Nacht« (1934) bekannt als draufgängerischer Frauenheld. Der zugrundeliegende Roman wird noch zweimal verfilmt: 1961 mit Trevor Howard und Marlon Brando (Regie: Lewis Milestone) und 1984 (»Die Bounty«) von Roger Donaldson mit Anthony Hopkins und Mel Gibson.
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