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LEXIKON

Blasenkammer

CERN: Blasenkammer
Blasenkammer von Glaser
Die 2 m große Blasenkammer im europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf ist mit flüssigem Wasserstoff gefüllt. Die Anlage ist zur Wartung geöffnet: links die eigentliche Kammer.
kernphysikalisches Gerät zum Sichtbarmachen der Bahnen elektrisch geladener Teilchen, zuerst konstruiert von D. Glaser 1952. Prinzip der Blasenkammer: In einer überhitzten Flüssigkeit (Siedeverzug) werden von dem geladenen Teilchen durch Stoß Ionen erzeugt, die zur Bildung von Dampfblasen führen. Die Dampfblasenspur wird fotografiert. Als Flüssigkeit werden häufig Propan oder flüssiger Wasserstoff verwendet. Gegenüber der mit Gas gefüllten Nebelkammer bietet die höhere Dichte der Flüssigkeit in der Blasenkammer experimentelle Vorteile. Für die Physik der Elementarteilchen ist besonders die Wasserstoffblasenkammer wichtig, da sie die Beobachtung der Wechselwirkung eines Elementarteilchens mit einem einzelnen Proton (dem Kern des Wasserstoffatoms) gestattet.
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