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LEXIKON

Bioenergie

Energie aus Biomasse, die durch Lebewesen gebildet wurde. Als Energieträger werden entweder die Biomasse selbst oder die durch Biokonversion gewonnenen Produkte (Wasserstoff, Kohlenwasserstoffe, Methan u. a.) genutzt. Grundlage der Bioenergie ist die indirekte Nutzung der Sonnenenergie. Die wichtigsten Umwandler der Sonnenenergie sind die grünen Pflanzen (Photosynthese). Die in der Biomasse gespeicherte Primärenergie kann durch verschiedene Verfahren technisch genutzt werden.
Chemische Verfahren sind die Verbrennung von Holz, Stroh, Klärschlamm und Müll sowie Vergasung von Holz unter Luftabschluss zu Methan (z. B. mit Holzvergasern betriebene Kraftfahrzeuge im 2. Weltkrieg) und Zersetzung von Biomasse unter Luftabschluss bei 500 1000 °C zu Holzkohle, flüssigen und gasförmigen Treibstoffen.
In mikrobiellen Verfahren wird die chemische Biomassenenergie durch Mikroorganismen in andere Energieträgern umgewandelt (Biokonversion), z. B. zu Bioalkohol, Biodiesel, Deponiegas. Die Bedeutung der Bioenergie aus der Biomasse liegt vor allem im Einsparen von fossilen Energieträgern (z. B. Erdöl), aber auch in der Verwertung von Abfallstoffen.
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