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LEXIKON

Bin Laden

Bin Ladin; Usama bin Ladin
Usama, islamischer Extremist saudi-arabischer Herkunft, * 10. 3. 1957 (nach anderen Angaben 1955) Riad (nach anderen Angaben Djidda),  2. 5. 2011 Abbottabad (Pakistan); Ingenieur; Führer der Terrororganisation Al Qaida.
Zunächst als Bauunternehmer tätig, beteiligte er sich in den 1980er Jahren am Kampf gegen die sowjetische Armee in Afghanistan. 1988 begann Bin Laden mit dem Aufbau des terroristischen Netzwerks Al Qaida. Nach der Rückkehr in seine Heimat wandte er sich mit politischer Kritik gegen das saudische Königshaus. 1991 musste er Saudi-Arabien verlassen, 1994 wurde ihm die Staatsbürgerschaft entzogen. Seit 1992 hielt er sich im Sudan auf, bevor die USA seine Ausweisung erwirkten.
1996 ging Bin Laden wieder nach Afghanistan. Die USA beschuldigten ihn der Beteiligung an zahlreichen terroristischen Anschlägen (darunter die Bombenattentate gegen die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam 1998) und erhoben Anklage gegen ihn. Das afghanische Talibanregime verweigerte jedoch die Auslieferung. Auch für die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon 2001 wurde Bin Laden von den USA als Hauptverantwortlicher genannt. Deshalb beendeten die USA mit einer Militäraktion die Talibanherrschaft in Afghanistan und zerstörten die afghanischen Al Qaida-Stützpunkte. Die Ergreifung Bin Ladins gelang jedoch nicht. Ton- und Videoaufzeichnungen, die von Experten als authentisch eingestuft wurden, belegten in der Folgezeit seine anhaltende Einflussnahme auf den islamistischen Terrorismus. Nach langjähriger vergeblicher Fahndung wurde Bin Laden 2011 in der pakistanischen Stadt Abbottabad bei einem Einsatz von US-Spezialeinheiten erschossen.
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