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LEXIKON
 

Bibelhandschriften

handschriftliche Überlieferungszeugen des Textes des hebräischen AT und des griechischen NT vor Erfindung des Buchdrucks. Die wichtigsten Bibelhandschriften stammen aus der Zeit vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 10. Jh. Die bekanntesten sind: der Codex Sinaiticus (aus dem 4. Jahrhundert; von K. von Tischendorf im Katharinen-Kloster auf dem Sinai gefunden, jetzt im Britischen Museum; enthält das Alte Testament fast ganz, das Neue Testament vollständig und einige frühchristliche Schriften), der Codex Vaticanus (aus dem 4. Jahrhundert) und der Codex Alexandrinus (aus dem 5. Jahrhundert). Speziell für das Alte Testament sind die seit 1947 gefundenen zahlreichen Handschriften in Qumran (am Nordwestufer des Toten Meeres) von großer Bedeutung. Seit 1952 kommen wichtige Handschriftenfunde in der Wüste Juda hinzu, besonders im Wadi Murabbaat (bei Qumran). Zu den Bibelhandschriften gehören auch die zahlreichen mittelalterlichen lateinischen Bibelübersetzungen, die zumeist den Text der Vulgata enthalten und oft aufwändig illustriert sind.
 

 

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