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LEXIKON

Bevölkerungsstatistik

die Erfassung der Bevölkerung nach Zahl und Struktur in den meisten Staaten der Erde; diente schon im Altertum als Grundlage für die Besteuerung; heute ist sie daneben Ausgangspunkt für die Demographie und Bevölkerungspolitik.
Der Bevölkerungsstand wird bei den regelmäßig durchgeführten Volkszählungen (in der BR Deutschland zuletzt im Mai 1987) für einen bestimmten Zeitpunkt nach Wohnsitz, Geschlecht, Alter, Familienstand, Beruf, Muttersprache u. a. erfragt. Aus dem Verhältnis der Bevölkerung zur Gesamtfläche (in km2) ergibt sich die Bevölkerungsdichte. Die Gruppierung nach dem Alter und dem Geschlecht (grafisch meist in der Alterspyramide dargestellt; Altersaufbau) zeigt, ob die Bevölkerung wächst, stagniert oder schrumpft, und sie gibt den Anteil der Geschlechter an der Gesamtbevölkerung an. Von besonderer Bedeutung für die Sozialpolitik ist dabei das zahlenmäßige Verhältnis von Personen im erwerbsfähigen Alter (1564 Jahre) zu den über 65-Jährigen. Laufende Fortschreibungen der Bevölkerungsentwicklung (Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen und -scheidungen, Auswanderung, Binnenwanderung) verfeinern die Aussagekraft der Volkszählungsergebnisse; aus der Geburten- und Sterbeziffer (Geburten bzw. Sterbefälle je 1000 Einwohner pro Jahr) kann die Wachstumsrate (Geburten- minus Sterbeziffer) errechnet werden. Die Fruchtbarkeitsrate gibt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau an (Reproduktionsrate).
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