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LEXIKON

Beri-Bri

[
singhalesisch „Schwäche“
]
Beriberi
Vitamin-B1-Mangelkrankheit, überwiegend hervorgerufen durch einseitige Ernährung mit geschältem Reis und Mehl mit niedrigem Ausmahlungsgrad; in Europa selten, in Asien, Südamerika und Afrika häufiger. Allgemeinsymptome sind Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Apathie, Übelkeit, Reizbarkeit oder Depressionen. Bei chronischen Verläufen unterscheidet man traditionell zwischen trockener Beriberi mit Nervenlähmungen und Empfindungsstörungen der Haut, und feuchter Beriberi mit Störungen des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu Herzinsuffizienz und Ödemen. Daneben gibt es eine akute Säuglings-Beriberi mit Erbrechen, kolikartigen Bauchschmerzen, Trinkschwäche, Abmagerung, Apathie und häufig tödlicher Herzschwäche bei gestillten Säuglingen von Frauen mit Vitamin-B1-Mangel, und zerebrale Beriberi mit Krankheitszeichen des Nervensystems, die häufig als Komplikation von chronischem Alkoholkonsum auftritt.
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