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LEXIKON

Basel II

2007 in Kraft getretene Eigenkapitalrichtlinie, die die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Finanzsystems, Wettbewerbsgleichheit der Finanzinstitute und Risikoerfassung bei der Kreditvergabe verbessern soll; schreibt den Kreditinstituten in der Europäischen Union u. a. vor, Kreditgeschäfte risikogerechter auszugestalten; danach müssen Kreditinstitute umso mehr Kapital vorhalten, je höher das Risiko eines vergebenen Kredits ist; 2004 vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht verabschiedet und 2006 durch EU-Richtlinie für alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtend gemacht; weitere Ziele sind die Herstellung von Grundprinzipien für eine qualitative Bankenaufsicht sowie Vorgaben für eine erweiterte Offenlegung (Jahresabschluss-, Quartals-, Lageberichte) zur Stärkung der Marktdisziplin. Basel II ersetzte die Baseler Vereinbarung über die Eigenkapitalvorschriften von 1988 (Basel I).
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