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LEXIKON

Balázs

[
ˈbɔla:ʒ
]
Béla, eigentlich Herbert Bauer, ungarischer Dichter und Filmschriftsteller, * 4. 8. 1884 Szeged,  17. 5. 1949 Budapest; lebte 19191945 in Wien, Berlin und Moskau; sein Mysterienspiel „Herzog Blaubarts Burg“ 1913 wurde von B. Bartók vertont; schrieb das Drehbuch des Films „Die Dreigroschenoper“ 1931, Romane sowie filmästhetische Werke.
  • Deutscher Titel: Die Dreigroschenoper
  • Original-Titel: DIE DREIGROSCHENOPER
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1931
  • Regie: Georg Wilhelm Pabst
  • Drehbuch: Leo Lania, Ladislaus Vajda, Béla Balázs
  • Kamera: Fritz Arno Wagner
  • Schauspieler: Rudolf Forster, Carola Neher, Reinhold Schünzel, Fritz Rasp
Der Gangster Mackie Messer (Rudolf Forster) verliebt sich in Polly (Carola Neher), die Tochter des Bettlerkönigs Peachum (Fritz Rasp). Um Polly zu heiraten, lässt er die Hure Jenny (Lotte Lenya) im Stich. Peachum ist gegen die Heirat und erpresst den Polizeichef Tiger-Brown (Reinhold Schünzel), damit er Mackie verhaftet. Anders als im gleichnamigen Bühnenstück von Bert Brecht kommt Mackie im Film aber wieder frei.
Wenngleich weniger aggressiv in der Handlung als das Bühnenstück, gelingt es Pabst, Brechts Rhythmus der Dialoge mit dem des Films zu vereinen. Dennoch führt der Film zu einem Prozess von Autor Brecht und Komponist Kurt Weill gegen die Produktionsfirma Nero-Film, die den Autor entgegen ursprünglicher Vereinbarungen von der Mitarbeit ausgeschlossen hatte.
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