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LEXIKON

Atemtherapie

1. physiotherapeutische Atem- und Bewegungsübungen zur Verbesserung der Lungenbelüftung bzw. der Atmung beim Sprechen. 2. alternativmedizinische Behandlungsmethode, bei der das bewusste Erleben des Atems im Vordergrund steht. Physiologische Grundlage ist die Verknüpfung aller körperlichen und seelischen Vorgänge und Informationen auf der Ebene des Stammhirns mit dem Atemzentrum. So kann das vegetative Nervensystem über den Atem beeinflusst und harmonisiert werden. Es gibt zahlreiche Richtungen der Atemtherapie: Die Atemtherapie nach Middendorf stellt den erfahrbaren Atem“ in den Mittelpunkt, bei dem der vegetative Atemrhythmus zur emotionalen Verarbeitung genutzt wird. Holotropes Atmen nach S. Grof will durch vertieftes Atmen im Sinne einer Hyperventilation innere Blockaden öffenen und eine tiefe emotionale und feinstoffliche Reinigung bewirken. Bei der Eutonie wird mit einem Wechsel aus An- und Entspannung gearbeitet. Im Pranayama, als Bestandteil des Kriya Yoga die wohl älteste Form der Atemtherapie, werden Körper und Geist durch Atemübungen zusammengeführt. Atemtherapie wird entweder in Einzelsitzungen oder als Gruppentherapie vermittelt.
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