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LEXIKON

Argentinien

Schwierige Staatsbildung

Als sich das spanische Mutterland mit Napoleon verbündete, versuchten die Briten 1806/1807 Buenos Aires zu besetzen. Die kreolische Oberschicht wehrte mit ihren Truppen die Angriffe ab. Bald darauf konnte sich in Buenos Aires eine liberale Junta etablieren, den Vizekönig absetzen und fortan weitgehend autonom regieren. Am 9. 7. 1816 wurde die Unabhängigkeit der Vereinigten Provinzen von Río de la Plata verkündet. Bürgerkriege zwischen Unitariern (Zentralisten) und Föderalisten bestimmten die Innenpolitik, bis Juan Manuel de Rosas die Föderalisten 1835 zum Sieg führte. Bis 1828 hatten sich Paraguay, Bolivien und Uruguay abgespalten und wurden selbstständige Staaten. Nach dem Sturz von Rosas gab sich Argentinien 1853 eine föderalistische Verfassung. Neue Bürgerkriege wurden durch die Präsidentschaft von Bartolomé Mitre (* 1821,  1906) und den Krieg gegen Paraguay (18651870) unterbrochen, lebten aber danach wieder auf, bis es Präsident Julio Argentino Roca (* 1843,  1914) gelang, den Gegensatz zwischen Unitariern und Föderalisten zu beenden.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Das zentrale Tiefland mal amphibisch feucht, mal trockenes Grasland
    2. Die eintönigen Ebenen Patagoniens
    3. Die mächtigen Vulkankegel der Anden
    4. Klimatische Gegensätze
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Traditionell bedeutende Landwirtschaft
    2. Industrie mit hohen Wachstumsraten
    3. Wichtige Devisen durch den Tourismus
    4. Ungleichmäßige Verkehrserschließung
  7. Geschichte
    1. Kolonialzeit
    2. Schwierige Staatsbildung
    3. Einwanderung und Wirtschaftsaufschwung
    4. Aufstieg Peróns
    5. Militärdiktatur
    6. Die neue Demokratie
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