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LEXIKON

apllisches Syndrm

Funktionsausfall der Großhirnrinde (Pallium) bei intaktem Stammhirn. Ursachen sind: schwere Schädel-Hirn-Verletzungen nach einem Unfall, Sauerstoffmangel im Gehirn, z. B. nach Kreislaufstillstand, Vergiftungen, Schock, ausgeprägtem Hirnödem oder weit fortgeschrittener Gefäßsklerose des Gehirns. Das apallische Syndrom ist gekennzeichnet durch eine tief greifende Bewusstseinsstörung, wobei sich der Patient mit offenen Augen in einem schlafähnlichen Zustand befindet, nicht adäquat auf Reize reagieren kann, lediglich einfache Reflexe möglich sind, während Herz- und Kreislauffunktionen erhalten bleiben. Rückbildungen des apallischen Syndroms sind möglich, insbesondere durch intensive Rehabilitationsmaßnahmen, häufig ist es aber irreversibel und der Patient braucht dauerhaft Pflege.
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