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LEXIKON

Antonini

Michelangelo, italienischer Filmregisseur, * 29. 9. 1912 Ferrara,  30. 7. 2007 Rom; Journalist; 1941/42 u. a. Mitarbeit am Drehbuch von R. Rossellinis „Un pilota ritorna“; seit den 1950er Jahren Spielfilmregie; seine Werke thematisieren Vereinsamung und Entfremdung als Kennzeichen der Moderne; Filme u.  a.: „Die mit der Liebe spielen“ 1960; „Die Nacht“ 1961; „Blow up“ 1966; „Zabriskie Point“ 1970; „Beruf: Reporter“ 1975; „Identifikation einer Frau“ 1982; „Jenseits der Wolken“ 1995 (mit W. Wenders).
Antonioni, Michelangelo
Michelangelo Antonioni
  • Deutscher Titel: Blow up
  • Original-Titel: BLOW UP
  • Land: Großbritannien
  • Jahr: 1966
  • Regie: Michelangelo Antonioni
  • Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Antonino Guerra
  • Kamera: Carlo Di Palma
  • Schauspieler: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles
Michelangelo Antonioni stellt mit »Blow up« einen verwirrenden Film aus dem modernen England vor.
In der englischen Metropole blüht die neue Popkultur, ein freizügiger Lebensstil mit jungen Idolen, junger Musik und den Statussymbolen einer neuen Generation extravaganten Autos, exzentrischen Wohnungen und bunter Designergarderobe. Der Modefotograf Thomas (David Hemmings) ist einer von den Aufsteigern in dieser Welt, reich, verletzend egoistisch und von seiner Arbeit als moderner Künstler völlig überzeugt. Eine junge Frau (Vanessa Redgrave) erscheint in seinem Studio und bietet ihm kühl, aber vergebens ihren Körper als Bezahlung für die Bilder eines Liebespaars an, die er heimlich im Park aufgenommen hat. Auf Vergrößerungen der Bilder glaubt Thomas, Anzeichen eines Mordes zu erkennen. Er findet sogar eine Leiche, doch bald ist diese ebenso verschwunden wie die Fotos und die Frau. Thomas stürzt sich in Londons Popwelt, doch sie erscheint ihm verunsichernd und kalt.
Der Film zeigt die Faszination des Bildes und seine trügerische Wirklichkeit. Ein besonderer filmischer Einfall verdeutlicht dieses Problem: Vergrößerungen eines Fotos ergeben flüchtige Klarheit, die dann doch wieder in sich zusammenfällt. Am Ende muss der Held das Unvermögen zur realen Beobachtung anerkennen: Ein Junge wirft ihm einen imaginären Tennisball zu er wirft ihn zurück.
  • Deutscher Titel: Zabriskie Point
  • Original-Titel: ZABRISKIE POINT
  • Land: USA
  • Jahr: 1970
  • Regie: Michelangelo Antonioni
  • Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Fred Gardner, Sam Shepard, Tonino Guerra, Clare Peploe
  • Kamera: Alfio Contini, Earl McCoy
  • Schauspieler: Mark Frechette, Daria Halprin, Rod Taylor, Paul Fix
Der Student Mark glaubt bei einer Demonstration, die von der Polizei gewaltsam zerschlagen wird, einen Polizisten erschossen zu haben. In einem gestohlenen Flugzeug flieht er mit dem Mädchen Daria in den Südwesten der USA. Fernab von jeder Zivilisation erlebt das Paar in der Wüste des Death Valley eine intensive Liebesbeziehung. In visionären Bildern sehen sich die beiden von Liebespaaren umgeben. Kurz darauf trennen sie sich. Als Mark das Flugzeug zurückbringen will, wird er von der Polizei erschossen.
Der in Amerika entstandene Film des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni zeugt von der exakten Beobachtungsgabe eines Fremden im Ausland. Antonioni vermittelt in seinem Meisterwerk ein treffendes Bild der amerikanischen Jugend zwischen Verunsicherung und Rebellion.
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