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LEXIKON

Antiterrorkrieg

Krieg gegen den Terrorismus
als Reaktion auf die Anschläge des 11. 9. 2001 (Elfter September), die als kriegerischer Akt betrachtet wurden, vom US-amerikanischen Präsidenten G. W. Bush angekündigte Bekämpfung des globalen Terrorismus (war on terrorism); in der Folgezeit politisches Schlagwort für die damit verbundenen Maßnahmen und Strategien.
Die US-Regierung fand breite internationale Unterstützung (Ausrufung des Bündnisfalls durch die NATO, Verabschiedung einer UNO-Resolution, Bildung einer Antiterrorkoalition, Operation Enduring Freedom) für den Antiterrorkrieg und ging zunächst militärisch gegen das afghanische Talibanregime vor, weil es das islamistische Terrornetzwerk Al Qaida unter Führung von Osama Bin Laden unterstützte, das für die Anschäge vom 11. 9. 2001 verantwortlich gemacht wurde. Mit einer neuen Sicherheitsdoktrin billigten sich die USA das Recht zu, präemptiv (vorbeugend) gegen so genannte Schurkenstaaten, die terroristische Aktivitäten unterstützten bzw. Massenvernichtungswaffen verbreiteten oder herstellten, militärisch vorzugehen. Diese Doktrin fand Anwendung im Irak-Krieg 2003, ohne dass jedoch eindeutige Beweise für Massenvernichtungswaffen oder Verbindungen zu Al Qaida vorgelegt werden konnten. Im Innern verschärfte die Bush-Administration die Sicherheitsgesetze (Erlass des Patriot Act 2001) zu Lasten individueller Freiheitsrechte.
Der Al-Qaida-Gründer Osama Bin Laden wurde im Mai 2011 bei einem Einsatz von US-Spezialkräften im pakistanischen Abbottabad erschossen.
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