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LEXIKON

Angebotspolitik

wirtschaftspolitische Strömung, die Gründe für Störungen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts, insbesondere für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Wachstumsraten seit Anfang der 1970er Jahre, in Störungen der Angebotsbedingungen für die Produktionsunternehmen sieht. Angebotspolitik entstand als Gegenbewegung zum klassischen Keynesianismus und der damit verbundenen Nachfragepolitik. Das Konzept vertraut auf die systemimmanente Stabilität der Marktwirtschaft und ist an „mehr Markt“ und „weniger Staat“ orientiert. Angebotspolitik ist in den USA mit dem Begriff „Reagonomics“, in Großbritannien mit Thatcherismus verknüpft, in Deutschland im Wesentlichen auch vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vertreten. Wichtige vorgeschlagene Maßnahmen insbesondere zur Steigerung der privaten Investitionen: Deregulierung von Produkt- und Faktormärkten, Vereinfachung des Steuersystems und Senkung direkter Steuern, Senkung der Staatsquote z. B. durch Abbau von Subventionen, Kürzung sozialer Leistungen und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen.
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