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LEXIKON

Amer

Ghada, ägyptische Künstlerin, * 1963 Kairo; lebt in New York; thematisiert In großformatigen Installationen, Skulpturen und Gemälden, deren Oberflächen mit akribisch ausgeführten Stickereien versehen sind, die gesellschaftliche Rolle der Frau. Die Handarbeitstechnik steht dabei für ein von Häuslichkeit geprägtes traditionelles Frauenbild, während die dargestellten Motive (meist im Zustand der (Selbst-)Befriedigung gezeigte Frauenakte) zur Metapher für eine befreite und selbstbestimmte Weiblichkeit werden. Deren in verschiedenen Farben sorgfältig nachgestickte Umrisse überlagern sich häufig in mehrfacher Motivwiederholung und bilden so ein tapetenartiges Rapportmuster. Zusätzlich verschleiert wird der Bildgegenstand durch die abstrakte Lineatur der frei herabhängenden Fadenenden. Durch das so entstehende Wechselspiel zwischen Vorzeigen und Verbergen wird die plakative Stimulanz der Vorlage gebrochen und erotisch verrätselt.
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