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LEXIKON

Al Qaida

[-ˈka:ida; arabisch, „Basis“]
Ende der 1980er Jahre in Afghanistan entstandenes Terrornetzwerk des islamistischen Extremisten Osama Bin Laden. Al Qaida operiert wahrscheinlich global durch von einander unabhängige Zellen. Die genaue Mitgliederzahl ist unbekannt. Durch die US-amerikanische Militärintervention 2001 wurde die Infrastruktur von Al Qaida in Afghanistan weitgehend zerstört. Dadurch erhöhte sich die Schwierigkeit, Machtverhältnisse u. Entscheidungswege innerhalb der Organisation eindeutig zu bestimmen. Hauptgegner sind die USA und Israel sowie arabischen Staaten, deren bestehende Regime von Al Qaida nicht akzeptiert werden (z. B. Saudi-Arabien). Hauptziel ist die Errichtung des Kalifats.
Neben den Anschlägen vom 11. 9. 2001 (Elfter September) wurde Al Qaida die direkte oder indirekte Verantwortung für zahlreiche weitere Terroraktionen zugeschrieben (z. B. Anschläge auf die US-amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania 1998, auf Pendlerzüge in Madrid 2004 sowie auf öffentliche Verkehrsmittel in London 2005).
Im Mai 2011 wurde der Al-Qaida-Gründer Osama Bin Laden in der pakistanischen Stadt Abbottabad bei einem Angriff von US-Spezialeinheiten erschossen.
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