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LAN-Partys und Ballerspiele: Schule für künftige Amokläufer?

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Worum geht es bei Counterstrike?

Endlich: Nach langer Jagd durch düstere Gänge taucht der Gegner in Uniform der britischen Elitetruppe Special Air Service (SAS) im Fadenkreuz auf, nachdem er vom gegnerischen Team in die Ecke getrieben wurde. Innerhalb einer Sekunde ist die Waffe schussbereit und geladen, mit der ein letzter übrig gebliebener Feind umgenietet wird: Weil Pistole und Pumpgun auf mittlere Distanz nicht effektiv genug sind, fällt die Wahl auf daspräzise Scharfschützengewehr. Jetzt kann das virtuelle Töten beginnen.

Terroristen kämpfen gegen Anti-Terrorkämpfer und umgekehrt. So einfach ist die Handlung im beliebten Shooter-Spiel. Der Kampf findet nicht wie bei vielen anderen 3-D-Spielen gegen Computer-Gegner auf der eigenen Festplatte statt, sondern nur in einem Netzwerk (per Internet oder im LAN) gegen andere reale Mitspieler.

Die “Guten ballern sich in Uniformen der deutschen GSG 9 oder des britischen SAS durch virtuelle Büroräume, Kulissen auf Bohrinseln oder Schiffen, stürmen Dörfer oder aztekische Ruinen, um z.B. Geiseln aus den Händen schwarz vermummter Terroristen zu befreien. Im Gegensatz zu den Fantasy-Rollenspielen der 1980er mit Papier und Würfel, die künstliche Welten im eigenen Kopf kreierten, schaffen die Bits und Bytes am Computer erschreckend realistisch aussehende Scheinwelten, die die Frage aufwerfen, ob sich Kids in nächtelangen Ballerorgien nicht jeden Skrupel abtrainieren und den Anschluss an ihr soziales Umfeld verlieren.

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