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Kurzporträt: Horst Köhler

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Auf dem internationalen Finanzparkett hat Horst Köhler eine steile Karriere hinter sich: Nach dem Studium trat er 1976 in die Grundsatzabteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Finanzen ein. Von 1981 bis 1982 war er Referent beim damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg, dem er anschließend ins Bundesfinanzministerium nach Bonn folgte.

1990 wurde Köhler von Bundesfinanzminister Theo Waigel zum Staatssekretär ernannt. In dieser Funktion formulierte er das Angebot der Bundesregierung an die DDR über eine Währungsunion und verhandelte das Überleitungsabkommen für den Abzug sowjetischer Truppen aus Ostdeutschland. Köhler war auch als deutscher Chefunterhändler entscheidend an der Aushandlung der europäischen Währungsunion beteiligt und bereitete als persönlicher Beauftragter von Bundeskanzler Helmut Kohl die G7-Gipfel in Houston (1990), London (1991), München (1992) und Tokio (1993) vor.

1993 schied Köhler aus der Bundesregierung aus und wurde Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, eine Funktion, die er bis 1998 inne hatte. Anschließend leitete er zwei Jahre lang die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), bis er im Jahr 2000 auf Vorschlag von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) ernannt wurde. Dieses Amt legte er nach seiner Nominierung zum Bundespräsidentenkandidaten am 4. März 2004 nieder.

Aus einfachen Verhältnissen

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