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Kostenfalle Girokonto?

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Vorsicht bei Einzelabrechnung!

Die Stromrechnung bezahlen, Schulden bei einem Freund begleichen, Abbuchungen für mit Karte bezahlte Einkäufe im Supermarkt: Im Monat kommen schnell 20 bis 30 Gut- und Lastschriften zusammen. Die sind meist kostenlos - doch bei Konten mit Einzelabrechnung verlangen die Banken Geld für jede einzelne Kontobewegung.

Das können beispielsweise 40 Cent sein – 300 Buchungen kosten dann im Jahr 120 Euro. Bei Überweisungen unterscheiden einige Banken danach, wie Kunden diese in Auftrag geben: Für beleghafte Überweisungen, Aufträge auf einem Überweisungsträger aus Papier, berechnen sie Gebühren, für Online-Überweisungen nicht.

Bankautomat
Zusätzliche Kosten können auch beim Bargeldabheben am Automaten anfallen.

Wie viel kostet das Abheben am Automaten?

Zusätzliche Kosten können auch am Automaten anfallen: Bargeldabheben an eigenen Automaten ist bei den meisten Banken kostenlos, bei vielen zusätzlich innerhalb eines Automatenverbundes wie dem Sparkassen-Verbund oder der Cash Group. Einige Banken haben die Zahl der kostenlosen Abhebungen im Monat allerdings begrenzt.

Und wer an Automaten außerhalb des eigenen Verbunds abhebt, wird in vielen Fällen ab der ersten Abhebung zur Kasse gebeten. Ein Beispiel: Vier Abhebungen von je 100 Euro an Fremdautomaten kosten bei 2,50 Prozent oder mindestens fünf Euro Gebühr in Summe 20 Euro. Kunden von Direktbanken ohne eigenes Automatennetz können in vielen Fällen mit der zum Girokonto gehörenden Kreditkarte an Automaten mit dem Logo eines Kreditkartenanbieters wie Visa oder Mastercard gebührenfrei Bargeld abheben.

Achtung, Dispozinsen!

Wer im Ausland Bargeld mit der Kreditkarte abheben will, muss häufig ebenfalls mit anfallenden Gebühren rechnen: Meist berechnen Banken einen bestimmten Prozentsatz des Abhebe- oder Rechnungsbetrags, wobei sie oft einen Mindestbetrag ansetzen. Zum Teil ist das Abheben und Bezahlen mit Kreditkarte in Euro kostenlos, nur in Nicht-Euro-Ländern fallen Gebühren an. Üblich sind Entgelte von beispielsweise 1,75 Prozent. Dadurch entstehen beim Abheben von 200 Euro Kosten von 3,50 Euro.

Rutscht der Kontostand unter null, berechnet die Bank außerdem Dispozinsen – laut Finanztest in Deutschland durchschnittlich 9,72 Prozent. Wer einmal im Jahr für 20 Tage mit 600 Euro ins Minus gerät, den kostet das bei einem unterdurchschnittlichen Dispozins von 6,99 Prozent 2,33 Euro. Wie hoch das Dispolimit ist, das eine Bank einem Kunden einräumt, hängt von dessen Kreditwürdigkeit ab. Übersteigt das Minus auf dem Konto diese Grenze oder gerät ein Kontoinhaber ohne Disporahmen ins Minus, verlangen einige Banken für die Überziehung noch höhere Zinsen als den Dispozinssatz.

Tipp: Kosten vergleichen

Doch wie erfahre ich nun, ob ich insgesamt zu viel für mein Konto zahle? Seit Herbst 2018 müssen Banken Kontoinhabern jährlich eine Aufstellung aller Kosten für die Nutzung des Girokontos zur Verfügung stellen, aus der Entgelte für einzelne Leistungen und gezahlte Dispozinsen hervorgehen. Das soll die Grundlage dafür schaffen, dass Verbraucher Kosten und Leistungen vergleichen können.

Wer sich informieren möchte, ob ein Konto mit ähnlichem Leistungsumfang woanders günstiger ist, dem hilft ein Girokontovergleich im Internet, außerdem die Preisaushänge in Bankfilialen oder die Preis- und Leistungsverzeichnisse auf den Webseiten von Banken. Letztere zu studieren ist allerdings oft mühevoll, weil sie nicht selten mehr als 20 Seiten umfassen.

CHECK24 Finanzredaktion

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