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Klima-Erwärmung: In den Winterurlaub ohne Winter?

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Schnee bleibt Existenzgrundlage

Trotzdem sind die Skitouristen für viele Regionen schlicht zu wertvoll, um sie ganz aufzugeben. Wirtschaftlich gebe es keine annähernd gleichwertige Alternative, heißt es vom VDS: „Schnee ist und bleibt die Existenzgrundlage des Wintertourismus“, sagt der Präsident des Vereins Peter Huber.

Den Tourismus wie gehabt aufrecht zu erhalten, dürfte für viele Skiorte in den nächsten Jahrzehnten aber immer schwieriger werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des unter anderem von der Europäischen Union geförderten „ToPDAd“-Projekts, die mögliche Effekte des Klimawandels auf die Skigebiete in Europa untersucht hat.

Laut diesen Simulationen werden Ski- und Snowboard-Fans ihren Sport künftig immer öfter in höher oder nördlicher gelegenen Urlaubsorten ausüben müssen. Durch solche notgedrungenen Veränderungen bei der Urlaubsplanung büßen viele Regionen Übernachtungen ein. Am stärksten davon betroffen sind Gebiete in den südlichen Teilen der Alpen, zum Beispiel in Frankreich und Italien. Nördlicheren Regionen wie Skandinavien drohen im Vergleich weniger Verluste.

Wintersportregion Geilo in Norwegen
Nördlichere Wintersportregionen - hier Geilo in Norwegen - sind zunächst einmal weniger betroffen.

Teure Technik soll Pisten retten

Diesem Schreckensszenario wollen die Skigebiete mit teurer Technik entgegenwirken. Fehlender Naturschnee soll durch Investitionen in hochmoderne Beschneiungsanlagen kompensiert werden. Denn dank ausgefeilter Technik kann man Kunstschnee mittlerweile sogar bei Plusgraden rieseln lassen. Möglich machen das Bakterienproteine, die die Nukleationstemperatur des Wassers erhöhen, also jene Temperatur, bei der sich Wasser in Eis umwandelt.

Die Sache hat aber einen Haken: Solche Anlagen sind nicht nur in der Anschaffung extrem teuer. Die Erzeugung von Kunstschnee verbraucht auch jede Menge Wasser und Energie. Für einen Kubikmeter Schnee werden im Schnitt drei bis fünf Kilowattstunden Strom benötigt. Umweltschützer kritisieren den Einsatz der Technik nicht nur deshalb. Sie bemängeln auch, dass Tiere unter dem Lärm der Schneekanonen leiden. Zudem erstickten viele Pflanzen unter dem kompakten technischen Schnee.

Also doch lieber Rollskifahren? Wer darauf keine Lust hat und auf möglichst viel Naturschnee fahren will, dem bleibt wohl nur eins: In Gletschernähe buchen – solange es sie noch gibt. 

DAL, 29.01.2016
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