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Kerzen, Punsch & Co: Heiße Gefahren für Kinder

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Erste Hilfe im Notfall

Damit die Kinderhaut sich so gut wie möglich von einer Verletzung erholen kann, kommt es im Notfall auf schnelles Reagieren an: "Wenn Ihr Kind sich verbrüht oder verbrannt hat, ist es wichtig, die Haut sofort 20 Minuten lang mit etwa 20 Grad kaltem Wasser zu kühlen", rät Regina Gems, Leiterin der Verbrennungssprechstunde für Kinder am Universitätsklinikum Ulm.

Nach dieser Erstversorgung sollten Eltern ihre Kinder unbedingt in eine Klinik oder Praxis fahren - auch, wenn die Verbrennung auf den ersten Blick nicht so schlimm aussieht: "Es ist wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, denn häufig ist das Ausmaß einer Verletzung nicht gleich sichtbar", sagt Gems. Besonders bei größeren Verletzungen gilt es außerdem, keine Zeit zu verlieren. In diesem Fall rufen Eltern am besten den Rettungsdienst.

Kleines Mädchen mit Weihnachtskerze
Kerzen sollten immer nur in Gegenwart von Erwachsenen angezündet und nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Viele Unfälle sind vermeidbar

Besser ist natürlich, es kommt erst gar nicht soweit. Viele Alltagsunfälle lassen sich durch einfache Sicherheitsmaßnahmen vermeiden. Dazu gehört, dass Gefäße mit heißen Flüssigkeiten immer außer Reichweite von Kindern abgestellt werden sollten. Tipp: Auf Tischdecken verzichten, denn wenn der Nachwuchs sich daran hochzieht, rutscht die Kanne mit Tee schnell herunter.

Bei Kerzen gilt: Sie sollten immer nur in Gegenwart von Erwachsenen angezündet und nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Feuerzeuge und Streichhölzer gehören an einen für Kinder unerreichbaren Ort. Beim Backen und Kochen in der Küche können spezielle Herdgitter schützen. Und zu guter Letzt hilft es, wenn Erwachsene ein gutes Vorbild sind. Sind Eltern und Verwandte im Umgang mit Feuer, Kochplatte & Co vorsichtig, lernen auch Kinder besser den richtigen Umgang damit.

Universitätsklinikum Ulm / DAL, 21.12.2016
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