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Jubel von Jesse Jackson bis zu Brad Pitt

Freudentränen im Grant Park: Mehr als 100.000 Menschen haben den künftigen US-Präsidenten Barack Obama in dessen Heimatstadt enthusiastisch gefeiert. Auch Obamas Kritiker Jesse Jackson wurde von Rührung übermannt.

Junge und alte, schwarze und weiße Anhänger des demokratischen Politikers jubelten ihrem Kandidaten im Grant Park von Chicago zu, vielen liefen Tränen der Rührung und der Freude über das Gesicht. Obama dankte den Wählern und rief aus: "Der Wechsel ist in Amerika angekommen."

Die Menschen in Chicago hatten zuvor stundenlang bei ungewöhnlich milder Witterung im Freien ausgeharrt. Nach der Nachricht vom Wahlsieg Obamas brach unermesslicher Jubel aus. Viele sprangen hoch, schwenkten Fahnen der USA. In der Menge waren auch Prominente wie Hollywoodschauspieler Brad Pitt und Oprah Winfrey und der Pfarrer und Politiker Jesse Jackson.

Jackson, der sich selbst zwei Mal um die Kandidatur für das Präsidentenamt bewarb, galt bislang als Kritiker Obamas, weil dieser sich zu wenig für die Sache der Afro-Amerikaner einsetze. Am Ende einer Talkshow hatte Jackson in ein vermeintlich abgeschaltetes Mikrofon über Obama gesagt: "Ich will ihm die Eier abschneiden." Im Grant Park strömten Jackson nun Tränen über das Gesicht, als die Wahl Obamas verkündet wurde. Sein Sohn Jesse Jackson Jr., der Abgeordneter im Repräsentantenhaus ist, sprach von einer "friedlichen Revolution".

Lange bevor das Wahlergebnis bekannt wurde, fand sich die 50-jährige Alnita Tillman mit ihrer 16-jährigen Tochter Raven in der Menge ein. Sie wünschte sich, dass ihre Tochter eines Tages "ihren Kindern erzählen kann, dass sie dabei war, als Geschichte geschrieben wurde".

Financial Times Deutschland
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