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Joschka Fischer - der lange Lauf in die Weltpolitik

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Wenn es eine Kontinuität in seinem Leben gibt, dann die der permanenten Brüche. Ob er dick war oder dünn, ob er unten war oder im Zentrum der Macht: Eine Rastlosigkeit, eine innere Unruhe hat ihn stets umgetrieben. Joschka Fischers Eltern hatten als Ungarn-Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen müssen. 1946 ließen sie sich in Gerabronn in Baden-Württemberg nieder. Der Metzersohn Joseph Anton, genannt Joschka, kam am 12. April 1948 zur Welt. Der aufgeweckte Junge, der das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Bad Cannstatt besuchte, brach in der zehnten Klasse die Schule ab - wenig später auch eine Fotografenlehre. Im April 1966 stürzte er sich in sein erstes großes Abenteuer: Er trampte fast ohne Geld nach London. Danach reiste er durch Frankreich, Spanien, Italien und über die Türkei bis nach Kuwait. Erst als er erfuhr, dass seien Schwester krank war, kehrte er nach Hause zurück.

"Nee, so lebste nicht, so nicht"

Im November 1966 starb Joszef Fischer nach einem Schlaganfall in der Metzgerei. Joschka blieb es überlassen, die Kleider seines Vaters nach Hause zu tragen: “diese nach Fett und Blut riechenden Arbeitsklamotten, mit dieser Metzgertasche, die so speckig war und die er seit Schlachthofzeiten mit sich herumschleppte“. Fischer hat den Tod seines Vaters später als Schlüsselerlebnis bezeichnet: “Nee, so lebste nicht, so nicht.“ Trotz seiner Antipathie gegen die Zwänge im Elternhaus heiratete er die Polizistentochter Edeltraud Fischer. Weil Fischer erst 19 Jahre war, musste das junge Paar im schottischen Gretna Green heiraten; dort konnten auch “Minderjährige“ den Trauschein erwerben.

Lehrjahre in Stuttgart und Frankfurt

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