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Interview: Was ist Stottern und was kann man dagegen tun?

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Sandrieser: Beim Thema Stottern verfügen wir heute über eine sehr breite Erkenntnisbasis. Da Stottern bei den Betroffenen in allen praktizierten Sprachen vorkommt, können wir Erkenntnisse von Wissenschaftlern aus aller Welt unabhängig von der jeweiligen Sprache nutzen. Dies unterscheidet die Forschungen zum Phänomen des Stotterns beispielsweise von wissenschaftlichen Studien zur Erforschung der Kindersprache, deren Ergebnisse aufgrund der grammatikalischen Unterschiede in den verschiedenen Sprachen oft nicht übertragbar sind. Diese "Universalität" des Stotterns ermöglicht Stotterexperten übrigens, diese Sprechstörung auch in Sprachen festzustellen, die sie selbst nicht beherrschen.

Was ist über die Ursachen des Stotterns bekannt?

Sandrieser: Die Ergebnisse der genetischen Forschung unterstützen die Meinung, dass Stottern genetisch bedingt ist. Dies ist für viele Eltern eine große Entlastung, denn Stottern wurde lange Zeit fälschlicherweise in eine Reihe mit psychischen Erkrankungen gestellt oder als Erziehungsfehler betrachtet. Seit die genetische Disposition geklärt ist, konzentriert sich die Forschung vor allem auf Fragen, die dazu dienen, möglichst effektive Behandlungswege zu finden: Welche Faktoren beeinflussen den Verlauf des Stotterns (Wer hört von selbst wieder zu stottern auf?). Welche Effekte hat welche Therapie? Welche positiven Erfahrungen werden in der Diagnostik und Erstberatung gemacht (best practice)?

Was können Logopäden für betroffene Kinder tun?

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Deutscher Bundesverband für Logopädie
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