wissen.de
Total votes: 199
wissen.de Artikel

Inklusion – gut für Behinderte und Nicht-Behinderte

Eine Stiftung macht vor, wie Behinderte gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

...

Inklusive Schule: Gemeinsam lernen von Anfang an

Dieses Bild ist leider nicht verfügbar. - wissen.de
Inklusion von Anfang an

Viele nicht-behinderte Schüler hoffen auf einen Platz an der Pfennigparade-Schule.

Und weil Inklusion am besten funktioniert, wenn sie früh beginnt, bietet die Pfennigparade von der Krippe über die integrative Grund- und Hauptschule bis zur inklusiven Real- und Fachoberschule Kindern und Jugendlichen jeden Alters die Möglichkeit, gemeinsam – und voneinander – zu lernen. „Die Warteliste für Kinder ohne Behinderung ist lang“, sagt Rosenstein, „die familiäre Atmosphäre und der gute Betreuungsschlüssel überzeugen viele Eltern von den Vorteilen unserer staatlich anerkannten Schulen.“ Mit dem 2004 eröffneten Phoenix-Förderzentrum verfügt die Stiftung außerdem über die erste konduktive Schule mit heilpädagogischer Tagesstätte in Deutschland. Kinder mit Cerebralparese werden nach dem Förderschul-Lehrplan konduktiv gefördert: Die Trennung zwischen Unterricht und Therapie fällt weg, Pädagogen und Therapeuten arbeiten gemeinsam im Klassenzimmer. Besonders in der Motorik profitieren viele Kinder, sagt Rosenstein.

Und am Ende ist ihr noch etwas wichtig: „Zwischen Schule und Arbeit hat die Pfennigparade bewusst eine Lücke gelassen und kein Berufsbildungswerk integriert. Die Menschen sollen, sofern es ihre Einschränkung erlaubt, nach der Schule selbstständig eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz suchen.“ Die Unterstützung der Stiftung, zum Beispiel durch den Sozialdienst, ist ihnen immer sicher. Ebenso die Arbeitsplatzgarantie in den Werkstätten. Falls es auf dem ersten Arbeitsmarkt doch nicht auf Anhieb klappt.

von wissen.de-Autorin Susanne Böllert, Januar 2014
Total votes: 199