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Inflation (Geldentwertung)

Unter Inflation versteht man im Allgemeinen auch eine Geldentwertung. Der Begriff "Inflation" stammt aus dem Lateinischen: inflatio (für Anschwellen). In der Wirtschaft spricht man bei Inflation von einer anhaltenden Geldentwertung und somit von einem Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Das Ausmaß einer Inflation wird am prozentualen Anstieg des Verbraucherpreisindexes gemessen. Ein großes wirtschaftliches Problem ist die Geldentwertung heute v. a. in Entwicklungsländern.

In der Regel werden bei einer Inflation die Gläubiger (z. B. Sparer) durch den sinkenden Realwert ihrer Forderungen belastet. Es sei denn, die Inflation wird durch höhere Zinsen kompensiert. Die Inflation trifft oft diejenigen, deren Ansprüche nicht durch mächtige Verbände vertreten werden – wenn Löhne, Renten oder Sozialleistungen nicht rechtzeitig der Inflation angepasst werden: Dann ist das Gehalt eines Arbeiters nach wie vor dasselbe, Benzin und Supermarktpreise aber haben sich bereits vervielfacht!

Bei andauernder Inflation kann es sogar zu einem völligen Funktionsverlust der Geldversorgung kommen, der nur noch durch eine Währungsreform behoben werden kann.

Es gibt unterschiedliche Erklärungsansätze für das Entstehen einer Inflation: So sei die Inflation Folge einer übermäßigen Ausweitung der Geldmenge oder der Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit. Oder die Ursache läge auf der Nachfrage- und Angebotsseite der Wirtschaft, wenn z. B. die Auslandsnachfrage auf Waren das Produktionsvolumen übersteigt.

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aus der wissen.de Redaktion / Quelle: Der Brockhaus Wirtschaft
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