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"Ich werde dieser Regierung die Faust ins Gesicht schlagen"

Der Beginn der Islamischen Revolution

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Die Unzufriedenheit mit dem autokratischen Herrschaftssystem war Ende 1978 in bürgerkriegsähnlichen Unruhen eskaliert. Am 29. Oktober begann ein Generalstreik in der Ölprovinz Chusestan, der die Wirtschaft des Landes weitgehend lahmlegte und bis zum Jahresende zu einer vollständigen Einstellung der Ölexporte führte. Wiederholt kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und den Anhängern von Chomeini, der am 6. Oktober den Irak – wo er sich seit seiner Ausweisung aus dem Iran 1964 aufgehalten hatte – verlassen musste und ein Exil in Frankreich fand.

Die Regierung Bachtiar - Anfang und Ende

Am 31. Dezember 1978 trat die Militärregierung unter Führung von General Gholam Resa Azhari zurück. Der neue Chef einer Zivilregierung, der 64-jährige Bachtiar, war ursprünglich einer der Führer der in der Nationalen Front vereinigten Opposition. Dennoch erklärte er sich bereit, die Regierungsbildung zu übernehmen, um eine Herrschaft der militanten Anhänger Chomeinis zu verhindern. Doch Bachtiar gelang es nicht, mit einer Politik der innen- und außenpolitischen Zugeständnisse an die Opposition den Gang der Dinge aufzuhalten. Sowohl die Nationale Front (am 4. 1.), die ihn sogar aus ihren Reihen ausschloss, als auch Chomeini (am 6. 1.) verweigerten jede Zusammenarbeit.

Bachtiar setzte vor allem auf die vom Schah aufgebaute Armee, zu deren Unterstützung die US-Regierung am 4. Januar den Vier-Sterne-General Robert E. Huyser nach Teheran entsandt hatte. Doch dieser Machtfaktor bröckelte rasch. Als am 10. und 11. Januar in Teheran Kämpfe zwischen der Kaiserlichen Garde und Luftwaffenkadetten – von den bewaffneten Anhängern Chomeinis unterstützt – begannen, löste sich die bis dahin loyale Armee praktisch auf.

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Chronik Verlag - Jahresband 1979
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