wissen.de
Total votes: 92
wissen.de Artikel

„Ich bin dann mal weg“ – Reisen ohne Geld, Ziel und Stress

Immer mehr Technik, mehr Arbeiten, mehr Sicherheit – es gibt viele Gründe, warum Menschen im Urlaub das Gegenteil von Stress und durchorganisiertem Alltag suchen. Stattdessen heißt es: Einfach die Tasche packen und mal schauen, wohin der Wind uns trägt. Aber wie kommt man gut durch die Welt ohne Plan und Geld?

Daumen raus - Hand eines Anhalters
Daumen raus: Wer trampt kommt ohne viel Geld ans Ziel.

Es ist nach einer Zeit von Pauschalreise und Cluburlaub wieder zum Trend geworden: Aufbrechen, Straßen, Berge und Meere bezwingen, planlos sein in einer durchgeplanten Gesellschaft und mal schauen, was die Welt sonst noch zu bieten hat – mit möglichst wenig Geld. Viele Abenteurer machen es vor, aber meistens lesen wir von ihnen lediglich auf Facebook, in Artikeln oder auf Blogs: Der Kanadier Jean Beliveau beispielsweise lief einmal um die ganze Welt. 75.000 Kilometer weit, durch 64 Länder, 11 Jahre lang.

Man muss aber nicht gleich zum Aussteiger werden. Die grundlegenden Fragen, die sich jeder stellen muss, bevor oder nachdem er aufbricht: Wo soll ich schlafen, wo und was kann ich essen, und vor allem: Wie komme ich zu diesem Ort? Die letzte Frage stellt sich wohl unmittelbar, sonst kommt man nur so weit, wie einen die eigenen Beine tragen. Und das ist nun mal bei den meisten Menschen nicht sonderlich weit.

„Richtung Meer“

Die einfachste Methode heißt: Daumen raus und mitnehmen lassen. Sie sind auf den Straßen selten geworden, die Tramper. Früher war auch das anders, üblich eben. Dann galt es lange Zeit als viel zu gefährlich und war fast ausgestorben. Inzwischen erlebt „per Anhalter“ aber ein Revival. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein lästiges Buchen, kein Abmessen und Wiegen des Handgepäcks, kein Stress. Einfach los. Der Weg? Den bestimmt die Himmelsrichtung – und der Zufall.  

Eigentlich kann man das schon so machen: Auf und los. Risiken gibt es nämlich entgegen vieler Vorstellungen kaum. Natürlich sollte man sich an einige Regeln halten und lieber vorsichtig als nachsichtig sein. Dazu gehört etwa, dass man möglichst nicht nachts reisen sollte. Wer ein ungutes Gefühl hat, wartet lieber auf das nächste Auto. Alle Tipps und Tricks kann man auf Seiten wie hitchwiki.org nachlesen. Nicht vergessen darf man, dass beispielsweise in Italien Trampen verboten ist oder in Israel „Daumen raus“ bedeutet, dass man im horizontalen Gewerbe tätig ist. Ansonsten ist es eine wunderbare Art zu Reisen, Menschen kennenzulernen und vielleicht findet man so auch direkt einen Schlafplatz für die Nacht. Und wegkommen tut man immer, früher oder später.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
MAH
Total votes: 92