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Hiroshima: So sah es die Besatzung der “Enola Gay“

Der Kommandant des mit zehnköpfiger Besatzung fliegenden US-Bombers vom Typ Boeing B29, der den Angriff auf Hiroshima fliegt, ist Oberst Paul W. Tibbets.

Der 30-jährige Pilot hat das Flugzeug nach dem Mädchennamen seiner Mutter “Enola Gay“ getauft. Bevor Tibbets den Befehl zum Abwurf der Atombombe gibt, hat er mehrfach das Stadtgebiet von Hiroshima überflogen. Dazu äußert sich Tibbets in einem späteren Interview: “Wir mussten damit rechnen, dass die Japaner versuchen würden, uns in einen Luftkampf zu verwickeln. Also mussten wir ihnen ein paar Tricks vorspielen. Eine meiner Taktiken bestand darin, drei Tage vor dem X-Tag jeweils einzelne Flugzeuge in das Zielgebiet zu schicken. Die Idee dabei war: Die Japaner sollten annehmen, dass es sich nur um Aufklärungsflugzeuge handelte, und sie sollten das auch glauben, als wir mit der Bombe kamen.“

Befragt, ob er jemals bereut habe, diesen Einsatz geflogen zu haben, antwortet Tibbs: “Ich hasse die Vorstellung, dass Hiroshima noch einmal passieren könnte. Aber andererseits: Ich habe nie bereut und mich nie geschämt, denn ich glaubte damals, dass ich meine patriotische Pflicht tat, als ich den Befehlen folgte, die man mir gab.“

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