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Henrik Ibsen: Das Glück der Lebenslüge

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Der Dramatiker der Menschlichkeit

Die Vergangenheit und das Innere der Figuren in Dialogen zu bannen, ist eine der Neuerungen der Dramatik Henrik Ibsens. Seine Kunst ist die des Dialogs. Action findet über Worte statt. So kommt auch das Unbewusste ans Licht. „Analytisches Drama“ heißt es in der Literaturwissenschaft. Und in gewisser Weise nahm Henrik Ibsen Freuds Psychoanalyse dramatisch vorweg.

In den Stücken des Norwegers geht es immer um Phantasie und Wirklichkeit, um Anpassung und Aufbegehren. In  einer Zeit, in der sich die Frau in ihre untergeordnete Rolle zu fügen hatte, verlässt eine Figur wie Nora (aus „Ein Puppenheim“) am Ende ihren Mann. Eine dramatische Revolution.

Dass es Ibsen bei allem um die Freiheit und Selbstbestimmung für jeden Menschen ging, hat er immer wieder betont. Dass nicht jeder dazu in der Lage ist, ebenso. „Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zur gleichen Zeit das Glück“, heißt es einmal in der „Wildente“.

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von Michael Fischer, wissen.de
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