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Henrik Ibsen: Das Glück der Lebenslüge

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Starke Frauen 

Es sind Figuren wie Peer Gynt, dieser Held aus dem Norden, der erst durch die halbe Welt reisen muss, um zu sich selbst und zu seiner Liebe Solveig zu finden, die die Leser, vor allem aber die Zuschauer an Ibsen faszinieren. Natürlich hat er grandiose, tragische Männerfiguren geschaffen – wie Baumeister Solness oder John Gabriel Borkmann. Doch seine alles überragenden Bühnenfiguren sind Frauen: Hedvig Ekdal aus der „Wildente“, Nora aus „Ein Puppenheim“ oder Hedda Gabler aus dem gleichnamigen Drama. Sie alle führen ein mehr oder weniger beengtes Leben, das von bürgerlichen Konventionen und überkommenen Wertvorstellungen – von Lebenslügen – voll ist. Sie leben im Unglück und verlieren dennoch nicht ihren Freiheitsdrang. Sie schwanken permanent zwischen Selbstbeherrschung und Selbstverleugnung.

Am Anfang der Stücke ahnt man nur: Etwas aus der Vergangenheit lastet auf diesen Figuren. Am Ende weiß man, was es ist – und wie schwer es sein kann, ein selbst bestimmtes Leben zu führen.

 

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von Michael Fischer, wissen.de
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