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Handwerk

Ein Gewerbe, das sich mit der Be- und Verarbeitung von Stoffen in relativ kleinen Betrieben beschäftigt, fällt unter den Begriff Handwerk. Im Bereich Handwerk wird der Hauptanteil der Arbeit per Hand verrichtet. Der Maschineneinsatz ist also überschaubar. Das Handwerk unterscheidet sich von der Industrie v. a. durch seine geringe Betriebsgröße, einen geringen Grad an Technisierung, die persönliche Mitarbeit des Betriebsinhabers und eine geringere Arbeitsteilung. In der Regel überwiegt die Einzelfertigung auf Bestellung – meist für den lokalen Bedarf.

Von Handwerksberufen spricht man, wenn ein amtliches Berufsbild als Grundlage für die Ausbildung vorliegt. In der Handwerksordnung, die als Rahmen zur Förderung der Leistungsfähigkeit und zur Sicherung des Nachwuchses dient, sind die Gewerbe aufgezählt, die handwerksmäßig betrieben werden können. Die Ausbildung für die über 130 verschiedenen Handwerksberufe erfolgt in den Handwerksbetrieben, bei Industrie- und Verkehrunternehmen sowie öffentlichen Betrieben, die in die Handwerksrolle (Verzeichnis der selbstständigen Handwerker innerhalb eines Bezirkes) eingetragen sind. Regelung und Überwachung der Ausbildungen liegen in der Verantwortung der Handwerkskammer. Nach bestandener Gesellenprüfung und anschließend mindestens dreijähriger Berufstätigkeit ist ein Geselle zur Meisterprüfung zuzulassen. Wer den Meistertitel führt, ist berechtigt, einen Handwerksbetrieb selbstständig zu führen, sich in die Handwerksrolle einzutragen und selbst auszubilden – obwohl dies mittlerweile nicht mehr in allen Handwerksberufen gilt.

In Deutschland ist das Handwerk neben der Industrie der bedeutendste Wirtschaftszweig. Die Zahl der Handwerksbetriebe ist dabei relativ konstant, während die Beschäftigtenzahl kontinuierlich steigt.

 

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aus der wissen.de Redaktion / Quelle: Der Brockhaus Wirtschaft
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