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Grippewelle: Lohnt sich eine Impfung noch?

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Fußgänger beim Überqueren eines Zebrastreifens
Schmudelwetter und Menschenmassen - ideale Voraussetzungen für die Ausbreitung der Grippe
Wie wirksam ist die Impfung?

Wie gut eine Grippeimpfung schützt, ist von Jahr zu Jahr sehr verschieden. Denn die Impfstoffe werden bereits Monate vor Beginn der Grippewelle produziert. Ihre Zusammensetzung basiert auf den Virenstämmen, die vor etwa einem halben Jahr kursierten. Dummerweise sind Grippeviren aber sehr wandelbar: Sie können ihre Oberfläche durch Mutationen verändern. Das kann dazu führen, dass Impfstoff und Virenstamm zum Zeitpunkt der Grippewelle schon nicht mehr optimal übereinstimmen.

Auch in diesem Jahr ist dies der Fall, wie das RKI berichtet. Als Folge ist man auch nach einer Influenza-Impfung nicht 100-prozentig gegen die Krankheit geschützt. Stattdessen liegt die Quote bei der Schutzwirkung momentan nur zwischen 25 und 40 Prozent. Das ist zwar nicht optimal, aber immer noch besser gar nichts, wie Experten des RKI betonen. Zudem verläuft die Grippe bei Geimpften milder – und das ist ja auch schon ein positiver Effekt.

Wie erkenne ich die echte Grippe?

Typisch für eine Grippe ist, dass das Krankheitsgefühl sehr plötzlich und stark einsetzt: Von einem Moment auf den andern fühlen wir uns schwach, haben hohes Fieber mit Gliederschmerzen und teilweise sogar Schüttelfrost. Begleitet wird dies von Schweißausbrüchen, Appetitlosigkeit und einem allgemeinen Gefühl der Zerschlagenheit und Schwäche. Kommt dann noch ein trockener Husten hinzu, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. Im Gegensatz dazu beginnt eine normale Erkältung meist eher schleichend: Erst läuft die Nase, dann kratzt der Hals und erst später kommen auch Husten und Kopfschmerzen dazu.

Wie kann ich vorbeugen?

Auch wenn ich mich jetzt nicht mehr impfen lassen möchte, kann ich gegen eine Grippeerkrankung vorbeugen. Die wichtigste Empfehlung der Experten dazu: Hände waschen – und das so oft wie möglich. Wichtig ist dies vor allem, nachdem man beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Gebäuden Türgriffe, Haltstangen oder ähnliches angefasst hat. Denn sie sind beliebte "Verteiler" für Influenzaviren. Gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen und Älteren raten die Experten zudem, Menschenansammlungen im Moment lieber ganz zu meiden.

NPO, 15.02.2017
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