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Goa - Strände soweit das Auge reicht

Goanesische Weltoffenheit mit antiquiertem portugiesischem Flair

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Portugiesische Einflüsse

Nirgends sonst in Indien waren die portugiesischen Einflüsse so prägend wie in Goa. Die Bevölkerung ist zu fast einem Drittel katholisch, und selbst eigene christliche Kasten haben sich in Goa herausgebildet. Zum religiösen Leben der Katholiken gehört die Messe zur Sonntagsheiligung ebenso wie die Teilnahme an großen Wallfahrten. Größtes Heiligtum und Pilgerziel für Wallfahrer aus ganz Indien und sogar aus Übersee ist der Schrein des heiligen Franz Xaver in der Basilika Bom Jesus in Velha Goa. Dieses kleine Dorf Velha Goa (bzw. Alt-Goa), nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Panjim entfernt, ist das eindrucksvollste zeitgeschichtliche Dokument der portugiesischen Kolonialzeit. Schon im 11. Jahrhundert gegründet, erhoben die Portugiesen diesen Ort zum wichtigsten Handelsplatz zwischen Ost und West und zum Zentrum ihrer eigenen Kultur in Asien. Hier entstand 1557 die erste Universität in Indien und 1544 der erste Gerichtshof Asiens. Zeitgenössische Dichter priesen gar das "goldene" Goa, und der Satz "Wer Goa gesehen hat, muss sich Lissabon nicht mehr ansehen" rühmt einmal mehr die hohe, heute freilich welke Blüte einer unvergessenen geistigen und künstlerischen Zeit in Goa.

 

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