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George Everest – Namenspate des höchsten Gipfels der Erde

Geboren am 4. Juli. Nein, es geht nicht um das gleichnamige Anti-Kriegsdrama mit Tom Cruise und auch nicht um den US-amerikanischen Unabhängigkeitstag. Der 4. Juli ist auch der Geburtstag von George Everest, dem Mann, nach dem der höchste Berg der Erde benannt ist. Und dass, obwohl der britische Vermessungsingenieur das Dach der Welt nie selbst erblickt hat.

Fotoportrait Sir George Everest
Sir George Everest ( 1790-1866)

Geboren ist George Everest im Jahr 1790 im walisischen Crickhowell, doch aufgewachsen ist er in einem geografisch bedeutenderen Ort. In Greenwich. Der Stadtteil im Südosten Londons liegt genau auf dem Nullmeridian. Von diesem Längengrad aus wird gen Ost und West gezählt. Er ist der Ursprung der geografischen Längenkoordinaten der Erde. Und von hier aus beginnt George Everest auch seine Reise, die ihn zu einem der größten Landvermesser seiner Zeit machen sollte.

Das große Ziel: Die Vermessung Indiens

Bereits im Alter von 16 Jahren zieht es Everest in die Ferne. Er segelt als Kadett der East India Company nach Indien. Dort lernt er die Techniken der Geodäsie, des Vermessungswesens. Bald schon wird er beauftragt, die Insel Java zu kartieren. Nach zwei Jahren schließt der ehrgeizige Everest dieses in seinen Augen viel zu kleine Projekt ab. 1818 warten größere Aufgaben auf ihn: Zwar zunächst nur als Assistent, aber immerhin ist er dabei, bei der “Großen Trigonometrischen Vermessung“ Indiens unter der Leitung von Oberst William Lambton. Nicht nur die flächendeckende Vermessung des Subkontinents, sondern auch die Erstellung eines Meridianbogens soll die große Mission umfassen. Sollte dies gelingen, würde die Wissenschaft der Kenntnis der genauen Erdkrümmung und des Erdradius einen deutlichen Schritt näher sein.

1819 wird Everest zu einer Expedition in den tropischen Osten Indiens entsandt, mit katastrophalen Konsequenzen: Die Malaria trifft die vermessende Mannschaft und viele der Männer sterben an den Folgen der Krankheit. Auch Everest ist infiziert. So muss er das Projekt der Vermessung Indiens zunächst verlassen und reist zur Genesung nach Kapstadt.

Theodolit, gezeichnet von Caroline Hassler, 1820:
Theodolit, gezeichnet von Caroline Hassler, 1820
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