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Gefahr Schulden

„Wenn man 50.000 Euro Schulden hat, hat man ein Problem. Hat man eine Million Euro Schulden, hat die Bank eins.“ Diese alte Weisheit ist heute so aktuell wie schon lange nicht. Doch die wenigsten haben eine Million Euro Schulden, sondern müssen das Problem selbst bewältigen und nicht mit Hilfe der Bank. Mehr als vier Millionen Menschen sind in Deutschland 2004 ohne Arbeit. Kredite, die in der boomenden Wirtschaftsphase der vergangenen Jahre aufgenommen wurden, können sich jetzt als gefährlicher Bumerang erweisen. Bei Einkommensausfällen und Jobverlust kann der aufgetürmte Schuldenberg zur erdrückenden Last werden.

Überschuldung - Was ist das?

Schulden zu machen, ist grundsätzlich kein Problem und auch sinnvoll, um größere Anschaffungen wie Immobilien oder Autos zu finanzieren. Allerdings muss genügend finanzieller Spielraum vorhanden sein, um die Rückzahlung der Kreditraten zu gewährleisten. Außerdem sollten bei Aufnahme von Krediten auch unvorhersehbare Zusatzausgaben kalkuliert werden. Erfüllt man beide Kriterien, kann eigentlich nichts passieren. Gefährlich wird es erst dann, wenn sich Kreditnehmer kein Sicherheitspolster geschaffen haben und ein unerwartetes Ereignis eintritt. Der Arbeitsplatz geht verloren, eine Scheidung wirft den Betroffenen aus der Bahn oder Krankheit macht erwerbsunfähig. Dann können die Gläubigerbanken nicht mehr bedient werden und der Betroffene ist überschuldet. Oft ist auch der sorglose Umgang mit Geld, eine Spiel- oder Kaufsucht die Ursache einer Überschuldung. Der erste Schritt, sich vor dem endgültigen finanziellen Ruin zu bewahren, ist die Selbsterkenntnis. Können die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden, türmen sich täglich Mahnungen im Postkasten und Sie wissen nicht mehr, wie sie die Miete bezahlen sollen, ist es höchste Zeit zu handeln.

Der Schuldner und sein Recht

Im Falle einer Überschuldung ist es gut seine Rechte und Pflichten zu kennen. Zwar sind die juristischen Begriffe schwere Kost für jeden Betroffenen, doch es ist sehr hilfreich Bescheid zu wissen, wenn ein Vertreter eines Inkassobüros oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen. Der Schuldner hat Möglichkeiten sich zu wehren und kann gegen unberechtigte Forderungen mobil machen. Zudem ist nicht immer alles rechtens was Inkassobüros durchsetzen wollen oder was auf gerichtlichen Mahnbescheiden steht. Die Basis des ganzen Schulden-Verfahrens ist folgender juristische Grundsatz: Zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner besteht ein Schuldverhältnis. Das bedeutet, dass der Schuldner verpflichtet ist, seine Raten oder bezogenen Waren zu bezahlen. Kommt der Schuldner seinen Pflichten nicht nach, kann der Gläubiger schrittweise seinen Forderungen Nachdruck verleihen:

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Stephan Scoppetta
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