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Gefährliches Zuhause

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Kinder leben gefährlich: Alle sieben Minuten verletzt sich in Deutschland ein Kind so schwer, dass es in ärztliche Behandlung muss. Wirklich sicher sind Kinder nirgends - schon gar nicht zuhause. Fast ein Viertel aller Unfälle (22%) ereignet sich im Haushalt: pro Jahr 334.000. Das ist mehr als auf Deutschlands Straßen, wo jährlich 230.000 Kinder zu Schaden kommen.

Eltern können das Risiko jedoch erheblich einschränken, wenn sie stets ein waches Auge auf die Kleinen und ihre Umgebung haben. Mit einer Sicherheitscheckliste lassen sich Gefahren erkennen und beseitigen. Wichtig ist auch, das eigene Zuhause immer wieder mit Zwergen-Augen zu betrachten. Die scharfe Tischkante mag einen Erwachsenen kaum stören - doch für Vierjährige befinden sie sich gerade in Höhe die Schläfen. Und die verlockend bunten Flaschen mit dem scharfen Reinigungsmittel sind am besten außer Reichweite von Kinderhänden untergebracht.

Für den Notfall ist es gut, wenn Eltern Grundkenntnisse in erster Hilfe haben. Und wenn neben dem Telefon eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern hängt: Notruf (112), Kinderarzt, das nächste Krankenhaus, Giftnotruf-Zentrale (030/19240).

Die nötige Vorsicht darf jedoch nicht dazu führen, dass Eltern ihren Kindern das Toben verbieten. Durch Sport und Spiel lernen Kinder, ihren Körper zu beherrschen. Sie können ihre Fähigkeiten besser einschätzen und bei Gefahren schneller reagieren. Die Erfahrung zeigt: Kinder, die viel Zeit passiv vor dem PC oder dem Fernseher verbringen, verletzen sich häufiger und schwerer als trainierte Altersgenossen. Verbieten Sie ihrem Kind also nicht das Rad fahren - aber kaufen Sie ihm einen Fahrradhelm!

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Monika Wittmann
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