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Frühjahrsmüdigkeit – Warum macht uns der Frühling so schlapp?

Langsam kommt das Frühjahr: Die Tage werden länger, viele Pflanzen zeigen schon erste Knospen. Doch statt Aktionsdrang zu wecken, schleppen sich viele von uns in diesen Tagen nur müde durch den Tag – die Frühjahrsmüdigkeit hat uns im Griff. Von Frühlingserwachen keine Spur. Aber woran liegt das?

Dösende junge Frau , an Baumstamm gelehnt
Warum fühlen sich viel Menschen ausgerechnet dann besonders müde, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht?

Wenn draußen die Natur immer aktiver wird, schlägt bei vielen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit voll zu: Wir fühlen uns müde, schlapp und lustlos, obwohl wir eigentlich kerngesund sind. Meist überfällt uns diese müde Phase im März, wenn es draußen allmählich wärmer wird. Kommt dann noch die Zeitumstellung Ende März dazu, fühlen sich viele endgültig neben der Spur. Immerhin ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung trifft diese Frühjahrsmüdigkeit, schätzen Mediziner.

Die innere Uhr ist schuld

Aber woher kommt diese Müdigkeit? Der Hauptgrund liegt wahrscheinlich in unserer inneren Uhr. Sie steuert unter anderem unseren Hormonhaushalt und beeinflusst darüber Kreislauf, Blutdruck und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Und sie sorgt dafür, dass sich auch unser Körper an die Jahreszeit anpasst. 

Im Frühjahr, wenn die Tage länger werden, schaltet unsere innere Uhr vom Winter- auf das Sommerprogramm um. Dabei verändern sich unter anderem unsere Körpertemperatur und die Durchblutung: "Wenn es wärmer wird, weiten sich die Blutgefäße in den Gliedmaßen und der Haut", erklärt Alexander Blau, Schlafforscher am Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité in Berlin. Dadurch sinkt die Temperatur in unserem Körperzentrum leicht ab. Gleichzeitig fällt auch der Blutdruck. "Dadurch fühlt man sich müde und schlapp - ähnlich wie man es auch von besonders schwül-warmen Tagen im Sommer kennt."

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