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Frauen spielen fairer

Spielanalyse-Institut nimmt Frauenfußball unter die Lupe

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Frauen spielen vorsichtiger

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Diese Frauen sehen sich wieder

Die brasilianische Stürmerin Marta (links) und die Australierin Heather Garriock kämpfen um den Ball am 23.September 2007 während des Viertelfinales der Frauenfußball-WM in Tianjin, China. Brasilien und Australien treffen in der Gruppe D der Frauenfußball-WM 2011 aufeinander.

Nach einem Tor spielten die Fußballerinnen übrigens bereits nach 33 Sekunden weiter, wie Malte Siegle erklärt, Männer ließen sich dagegen ganze 20 Sekunden mehr Zeit. "Das könnte sich allerdings ändern", wagt Siegle eine vorsichtige Prognose. Immerhin erfreue sich der Frauenfußball einer immer größeren Beliebtheit in Deutschland. Und wenn sich die Stadien in Zukuft stärker als bislang füllten, wenn die Frauen spielten, könne auch der weibliche Torjubel deutlich länger andauern. Eine Hypothese, die das Institut während der WM auf jeden Fall überprüfen will.

Bereits belegt ist dagegen, dass gerade nach einer Verletzungsunterbrechung die zeitliche Differenz bis zum erneuten Spielbeginn zwischen Männer- und Frauenspielen am größten ist. Malte Siegle: "Frauen setzen das Spiel schon nach 54 Sekunden wieder fort, Männer erst nach geschlagenen 79." Dieser beachtliche Unterschied von knapp einer halben Minute erklärt der Spielanalyst wie folgt: "Entweder nehmen die Frauen beim Spielen mehr Rücksicht aufeinander und verletzen sich dadurch weniger - eine These, die gerade untersucht wird - oder die Männer setzen einfach mehr auf den Showeffekt und machen noch ein, zwei Rollen mehr am Boden, um den Schiedsrichter dazu zu bringen, die gelbe oder rote Karte gegen den Gegner zu zücken."

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von Susanne Böllert, wissen.de
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