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Frau Meitner und Herr Hahn

Hinter jedem starken Mann ...

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Gemeinsamer Erfolg von Meitner und Hahn

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Briefmarke: Lise Meitner

Deutsche Briefmarke aus dem Jahr 1989 zeigt Lise Meitner. Meitner (1878-1968) war österreichische Physikerin und langjährige Kollegin von Otto Hahn. Auf ihr Konto gehen grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Atomphysik und Kernspaltung (Uranspaltung 1938).

Noch blieb Meitner und Hahn ein wenig Zeit, um die begonnene Forschungsarbeit auf dem Feld der Radioaktivität fortzuführen. Jetzt war auch der junge Fritz Straßmann (1902 bis 1980) mit von der Partie. Sie beschäftigten sich vor allem mit Transuraniumelementen, bis die Nationalsozialisiten, die der Forscherin mit jüdischen Wurzeln bereits 1934 die Lehrerlaubnis entzogen hatten, Lise Meitner1938 zur Flucht nach Schweden zwangen. Doch auch im Exil hörte die leidenschaftliche Physikerin nicht auf, sich mit der Kernspaltung zu beschäftigen. Sie verfolgte die Experimente ihrer Forschungskollegen aus der Ferne und steuerte in Briefen wichtige Hinweise bei. Nicht zuletzt auch die wissenschaftliche Erklärung für den revolutionären Erfolg, der Hahn und Straßner nur kurz nach ihrer Auswanderung beschieden war. Die Männer hatten Uran mit Neutronen bestrahlt, um schwere Elemente, also Transurane zu erhalten. Dabei war Barium entstanden. Wie, das konnte Hahn sich nicht erklären. Doch Lise Meitner wusste es: Es war ihnen eine Kernspaltung unter Freisetzung großer Mengen von Energie gelungen.

 

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Susanne Böllert
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